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Mr. Cruel – Der australischen Boogeyman

„Mr. Cruel“ ist der Name des australischen Boogeymans, der durch die abscheulichen Angriffe auf Kinder, die er in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren verübte, bekannt wurde. Seine Identität wurde nie aufgedeckt, und er ist fast dreißig Jahre lang der Justiz entgangen.

22. August 1987

Am Stadtrand von Melbourne, Australien, in der Vorstadt von Lower Plenty, um 4:00 morgens.
Der später als Mr.Cruel bekannt werdende Unbekannte verschaffte sich durch ein Wohnzimmerfenster Zugang zum Haus. Er ging dabei so geräuschlos vor das niemand wach wurde.

Der maskierte Mann begab sich mit einem Messer und einer Pistole bewaffnet in das Schlafzimmer der Eltern. Unter Androhung tödlicher Gewalt weckte er die beiden Eltern auf und gab vor, nur ein gewöhnlicher Dieb zu sein, der sich für ihre persönlichen Gegenstände interessierte.
Er  befahl den Eltern, sich auf den Bauch zu legen, fesselte ihnen Hände und Füße und vernichtete so jegliche FLuchtversuche.
Dieser Eindringling machte sich eine Art Knoten zunutze, der üblicherweise von Seeleuten oder Personen mit nautischer Erfahrung verwendet wird.
Er sperrte die Eltern in einen Wandschrank und verband ihre Augen mit chirurgischem Klebeband.
Dannach machte er sich auf den Weg durchs Haus.

In einem angrenzenden Schlafzimmer wurde der sechsjährige Sohn der Familie durch den Eindringling geweckt, blieb aber relativ unverletzt. Der maskierte Mann verband dem Jungen die Augen und knebelte ihn mit dem gleichen chirurgischen Klebeband und fesselte ihn dann an sein eigenes Bett.

Zu diesem Zeitpunkt gab der Eindringling seine wahre Absicht bekannt und drang in das nahe gelegene Schlafzimmer der elfjährigen Tochter der Familie ein.

Während der nächsten zwei Stunden machte dieser maskierte Eindringling eine Pausen von seinen eigenen perversen sexuellen Gelüsten, um durch das Haus dieser Familie zu wandern und um sich ein Essen zuzubereiten.

Nachdem er den größten Teil der zwei Stunden damit verbracht hatte, dieses arme elfjährige Mädchen vergewaltigen, verließ dieser mysteriöse Psychopath das Haus mit einer Kiste klassischer Schallplatten und einer blauen Jacke, die der Familie gestohlen worden war.

So begann die Legende von Mr. Cruel und begründete einen australischen Boogeyman, der Eltern und Kinder noch Jahrzehnte danach heimsuchen sollte.

Nach dem Angriff auf die Familie in Lower Plenty wurde selbstverständlich die Polizei gerufen. Jedoch waren diese ratlos. Der Angriff schien Zufällig gewählt gewesen zu sein und schien auf keinen anderen Fall zu passen. Ebenfalls fehlte jede Spur eines Tatverdächtigen.

Glücklicherweise sollte es über ein Jahr dauern, bis der Täter wieder zuschlug.

27. Dezember 1988

John Wills, seine Frau und seine vier Töchter schliefen in ihrem Haus in der Gegend von Ringwood, nur wenige Meilen südöstlich von Lower Plenty entfernt.

5:45 Uhr morgens. John wurde durch einen Gegenstand geweckt der ihm an seine Schläfe gehalten wurde.

„Sei kein Held“, befahl ihm eine Stimme. Dieser maskierte Eindringling, der einen dunkelblauen Overall und eine blaue Skimaske trug, hielt John eine Waffe an den Kopf. In der anderen Hand hielt er ein Messer, und John wusste, dass er das Leben seiner gesamten Familie riskieren würde, wenn er sich wehrte.

John und seine Frau hatten den Befehl, sich auf den Bauch zu rollen, ähnlich wie beim ersten Verbrechen, und sie waren an den Hand- und Fußgelenken mit Kupferdraht gefesselt. Es wurde eine ähnliche Art von Knoten verwendet wie zuvor. Dann wurden ihnen die Augen verbunden und mit dem gleichen chirurgischen Klebeband wie zuvor und der Eindringling versicherte ihnen, dass er nur wegen des Geldes da sei.

Der maskierte Mann stahl etwa fünfunddreißig Dollar vom Nachttisch der Familie und ging dann durch das ganze Haus, wobei er die Telefonleitungen des Hauses durchtrennte. Nachdem er sich einen Vorsprung verschafft hatte, begab er sich in das Schlafzimmer, das sich die vier Töchter der Familie teilten.

Dieser Mann sprach die zehnjährige Sharon Wills namentlich an und weckte das zehnjährige Mädchen auf, verband ihr dann die Augen und knebelte sie, wie er es bei ihren Eltern getan hatte. Er nahm ein paar Kleidungsstücke aus ihrem Schrank , und verschwand mit dem Mädchen.

Es dauerte etwa fünfzehn Minuten, bis sich die beiden Eltern aus den Fesseln befreien konnten und feststellten das ihre Tochter entführt wurde.  Da die Telefonleitungen unterbrochen waren, musste John schnell zum Nachbarhaus eilen, um das Telefon zu benutzen, und dann fuhr er in panischer Angst fort, die Nachbarschaft zu durchsuchen. Leider würde seine Suche vergeblich sein und zu nichts führen. Die zehnjährige Sharon Wills war verschwunden.

Über achtzehn Stunden lang verweilte die Familie Wills in Angst und Besorgnis, dass ihre zehnjährige Tochter ihnen für immer genommen worden war.

 

Es war kurz nach Mitternacht, als eine Frau über eine kleine Gestalt stolperte, die an einer Straßenecke stand. Eingehüllt in grüne Müllsäcke war die kleine Gestalt Sharon Wills.Trotz des schrecklichen Traumas, das ihr gerade widerfahren war, war die Zehnjährige in überraschend starker Stimmung, ruhig und gesammelt.

„Mein Name ist Sharon Wills“, sagte sie der Frau. „Und ich wurde heute früh von zu Hause entführt. Ein Mann ließ mich hier zurück und sagte, ich solle nach Hause gehen.

Sein letzter Fall am 3. Juli 1990

Brian und Rosemary Lynas waren auf einer Abschiedsfeier die für sie organisiert wurde, da Sie vorhatten zurück nach England zu kehren. Ihre zwei Töchter  Fiona (15) und Nicola (13) waren für ein paar Stunden allein Zuhause.
Diese Zeit nutze der Verbrecher für eine Tat.
Er befahl Nicola in einen anderen Raum, um ihre Schuluniform von der presbyterianischen Frauenschule, die sie besuchte, abzuholen, während er begann, Fiona genau in dem Bett zu fesseln, in dem sie gerade geschlafen hatte.

Wieder mit einer Pistole und einem Messer bewaffnet, hatten diese beiden einsamen Teenager-Mädchen weder eine Chance auf Kampf noch auf Flucht. Und nun, da die Älteste der beiden gefesselt war, konnte dieser Eindringling ganz leicht entkommen.

Der Entführer informierte Fiona, dass ihr Vater, Brian, 25.000 Dollar für die sichere Rückkehr von Nicola zahlen müsse, nahm sie mit und entkam mit dem eigenen Mietwagen der Familie, der in der Einfahrt geparkt war.

Die beiden fuhren etwa einen Kilometer weit, dann parkte er den Mietwagen der Familie und wechselten vermutlich in einen anderen geparkten Wagen, den er vorbereitet hatte.

Die Polizei fand fast keine Beweise am Tatort selbst, da die Entführung von Nicola durch den Eindringling schnell und taktisch durchgeführt wurde.

Anders als bei der Entführung von Sharon Wills wurde Nicola nicht später an diesem Tag oder gar am nächsten Tag zurückgebracht. Etwa 36 Stunden nach der Entführung hielt ihr Vater Brian eine Pressekonferenz ab, in der er den Entführer anflehte und seine Bereitschaft erklärte, den Lösegeldforderungen auf jede erdenkliche Weise nachzukommen.

Leider hatte der Vergewaltiger aus Hampton oder Mr.Cruel , wie er nun genannt wurde, nur eine Geldforderung hinterlassen, aber nicht gesagt wie oder wo er das Geld entgegennehmen möchte.

Die Untersuchung begann, sich mit den Geschäftsbeziehungen Brians zu befassen, und man begann zu glauben, dass dies irgendwie mit seiner Arbeit zusammenhängen könnte. Die Polizei ging damals davon aus, dass das Lösegeld persönlicher Natur gewesen sein musste.

Zum Glück für die arme Nicola und ihre Familie wurde sie etwa fünfzig Stunden nach ihrer Entführung lebend gefunden.

Es war ihr 14. Geburtstag.

 

SchattenZirkus

Hallo! Mein Name ist Ali , 22 Jahre alt und wohne in Deutschland. Ich bin der Gründer des SchattenZirkus. Wenn man meinen Charakter beschreiben soll, würde ich sagen : Verrückt oder Psychopathisch. Ich freue mich das ihr hierher gefunden habt.

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