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Das Bild des Japanischen Jungen nach dem 2.WK

Joe O’Donnell, der Mann, der dieses Foto in Nagasaki aufnahm, wurde vom US-Militär entsandt, um die Schäden zu dokumentieren, die der japanischen Zivilisation durch Luftangriffe mit Brandbomben und Atombomben zugefügt wurden.

In den nächsten sieben Monaten, beginnend im September 1945, reiste Joe O’Donnell durch den Westen Japans und dokumentierte die Verwüstung und die Not der Bombenopfer, einschließlich der Toten, der Verwundeten, der Obdachlosen und der Waisen. Die Bilder des menschlichen Leids haben sich sowohl in seine Negative als auch in sein Herz eingebrannt.

Auf dem Foto steht der Junge aufrecht, nachdem er seine Pflicht getan hat, indem er seinen toten Bruder zu einem Verbrennungsplatz gebracht hat. Das Strammstehen war ein offensichtlicher militärischer Einfluss. Es bricht einem das Herz, wenn man den Jungen sieht, der sein jüngeres Geschwisterchen auf dem Rücken trägt, eine steife Oberlippe behält und so sehr versucht, tapfer zu sein.
Jahre später sprach Joe O’Donnell mit einem japanischen Interviewer über dieses Bild:

„Ich sah einen Jungen, etwa zehn Jahre alt, der vorbeiging. Er trug ein Baby auf seinem Rücken. In jenen Tagen sahen wir in Japan oft Kinder mit ihren kleinen Brüdern oder Schwestern auf dem Rücken spielen, aber dieser Junge war eindeutig anders. Ich konnte sehen, dass er aus einem ernsten Grund an diesen Ort gekommen war. Er trug keine Schuhe. Sein Gesicht war starrt. Das Köpfchen war nach hinten geneigt, als ob das Kind fest schliefe. Der Junge stand fünf oder zehn Minuten lang da“.

„Die Männer in weißen Masken gingen zu ihm hinüber und begannen leise, das Seil, dass das Baby festhielt, abzunehmen. In diesem Moment sah ich, dass das Baby bereits tot war. Die Männer hielten den Körper an den Händen und Füßen und legten ihn auf das Feuer. Der Junge stand gerade da, ohne sich zu bewegen, und beobachtete die Flammen. Er biss sich so fest auf die Unterlippe, dass sie vor Blut glänzte. Die Flamme brannte niedrig wie die untergehende Sonne. Der Junge drehte sich um und ging schweigend davon“.
Original

Diese Geschichte ähnelt dem real existierenden „Die letzten Glühwürmchen“, einem japanischen Film aus dem Jahr 1988. Ein tragischer Film über den Überlebenskampf eines kleinen Jungen und seiner kleinen Schwester in Japan während des Zweiten Weltkriegs.
Film Beschreibung:
„Es ist das Jahr 1945. Japan wird von amerikanischen Bombern heimgesucht, die das Land zur Kapitulation zwingen sollen. Bomben prasseln vom Himmel und wo sie einschlagen, brennt die Erde. Im Inferno eines solchen Angriffs verlieren der vierzehnjährige Seita und die vierjährige Setsuko ihre Mutter. Ohne den Vater, der schon lange bei der Marine ist, sind die Kinder auf sich alleine gestellt.“

SchattenZirkus

Hallo! Mein Name ist Ali , 22 Jahre alt und wohne in Deutschland. Ich bin der Gründer des SchattenZirkus. Wenn man meinen Charakter beschreiben soll, würde ich sagen : Verrückt oder Psychopathisch. Ich freue mich das ihr hierher gefunden habt.

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