GeistMysterien

Clairvius Narcisse der zurückgekehrte Zombie

1962 wurde der etwa 40jährige Clairvius Narcisse mit hohem Fieber in das Albert-Schweitzer-Krankenhaus in Haiti eingeliefert. Innerhalb von 48 Stunden stellte man den Totenschein aus.

18 Jahre später tauchte Clairvius bei seiner Schwester auf. Er erzählte der entsetzten Frau, dass er auf Befehl ihrer Brüder zum Zombie geworden war, weil er sich geweigert hatte, der Familie gehörendes Land zu verkaufen. Er wusste nicht, wie lange er im Sarg gelegen hatte, bevor ihn ein Voodoo-Medizinmann ins Leben zurückholte. Mit anderen Zombies war er dann zur Feldarbeit geschickt worden.

Zwei Jahre danach gelang es Clairvius, zu fliehen. 16 Jahre zog er als Bettler und Gelegenheitsarbeiter durchs Land. Erst als er sicher war, dass der Bruder, auf dessen Anstiftung er in eine Zombie verwandelt wurde, tot war, wagte er, seine Identität preiszugeben.

Viele von Clairvius Behauptungen sind offiziell belegt. Man hat sein leeres Grab untersucht und festgestellt, dass seine Narbe an der Wange von einem Sargnagel herrührte.

DROHENDE ZOMBIES
Unter der Herrschaft von Papa Doc wurden die Haitianer durch Voodoo versklavt. Die Medizinmänner erwiesen sich als ebenso grausam wie die ehemaligen weißen Kolonialherren. Einen Menschen in einen Zombie zu verwandeln war ihre schlimmste Drohung. Der Übeltäter wurde „getötet“ und sein Körper anschließend erforscht. Zusammen führten sie umfangreiche Untersuchungen an Narcisse durch, der als erster authentischer für Douyon und Davis Studienmaterial von unbezahlbaren Wert darstellte.

Nachdem er Narcisse und andere Fälle untersucht hatte, war Dr. Davis sicher, dass die Medizinmänner wenig bekannte Gifte verwandten, um die Menschen benommen zu machen. Das Opfer wirkte tot, wurde begraben und später durch ein Gegengift wieder zum Leben erweckt.

Weiter Beweise für diese Theorie fand man mit Hilfe acht verschiedener „Zombiepulver“, die Davis für 2400 Dollar von haitianischen Hexern erwarb. Sie enthielten Leichenteile, Nesseln, Kröten und Kugelfisch. Der in Japan als Delikatesse hochgeschätzte Kugelfisch kann nicht nur ein Gefühl der Taubheit, sonder auch eine komplette Lähmung verursachen. Davis hatte von zwei Japanern gehört, die nach dem Verzehr von Kugelfisch für tot erklärt worden waren, sich dann aber wieder erholt hatten.                                                                             Dazu bemerkte er: „Zombies sind ein haitianisches Phänomen, das sich logisch erklären lässt. die aktiven Bestandteile des Giftes sind Extrakte aus der Haut einer Kröte( Bufo marinus ) und mehrere Arten von Kugelfischen. Die Haut der Kröte ist eine Art natürliche Chemiefabrik, die Halluzinogene, starke Narkotika und Substanzen produziert, die auf Herz und Nervensystem wirken. Der Kugelfisch enthält Tetrodotoxin, ein tödliches Nervengift.“

DIE RICHTIGE DOSIS
Weiter meinte Davis: „Ein Medizinmann in Haiti kann sehr geschickt genau die richtige Dosis Gift verabreichen. Zuviel Gift tötet das Opfer, bei zu wenig Gift sieht das Opfer nicht wirklich tot aus.“                                                  Davis fand auch heraus, dass die Verabreichung dieser Drogen, die zwar das Kernstück des Kultes darstellt, nicht zu den einzigen Fähigkeiten der Medizinmänner zählt. Außer dem Gegengift müssen darüber hinaus sogenannte „magische“ Kräfte eine Rolle spielen. Zudem verstehen sich die Medizinmänner auf die Herstellung einer Droge, die das Opfer willenlos werden lässt.                                                                                                     Auch andere Forscher befassten sich mit diesem Thema. In Alfred Metraux faszinierender Studie Voodoo in Haiti, die erstmals 1959 erschien, heißt es: „Selbst gebildete Menschen schenken diesen makaberen Geschichten ein wenig Glauben.“

 

 

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